Sayı | Ausgabe: 213 (16.07.2019)
Gelecek sayı | Nächste Ausgabe: 14.08.2019

Immer mehr Menschen leiden unter Stress. Jeder Tag ist ausgefüllt mit unzähligen Tätigkeiten. Beruf, Familie, Schule, Kindergarten, Einkaufen und vieles andere halten uns auf Trab. Der Tag sollte 48 Stunden haben, damit sich alles ausgeht. Die Zeit vergeht immer schneller, weil jede Minute verplant ist. Langeweile kennt fast niemand mehr. Wenn man einmal ein paar Minuten auf die Straßenbahn warten muss, dann werden gleich ein paar SMS oder Mails verschickt. Viele Menschen leben so als wären sie auf der Flucht. Anhand dieses Beispiels kann man die Mechanismen in unserem Körper beschreiben. Immer mehr Menschen leiden unter Stress. Jeder Tag ist ausgefüllt mit unzähligen Tätigkeiten. Beruf, Familie, Schule, Kindergarten, Einkaufen und vieles andere halten uns auf Trab. Der Tag sollte 48 Stunden haben, damit sich alles ausgeht. Die Zeit vergeht immer schneller, weil jede Minute verplant ist. Langeweile kennt fast niemand mehr. Wenn man einmal ein paar Minuten auf die Straßenbahn warten muss, dann werden gleich ein paar SMS oder Mails verschickt. Viele Menschen leben so als wären sie auf der Flucht. Anhand dieses Beispiels kann man die Mechanismen in unserem Körper beschreiben. Jeder Mensch hat ein Nervensystem. Einen Teil kann man bewusst beeinflussen. Wenn ich einen Apfel vom Baum pflücken will, dann gibt das Gehirn den Befehl an die Muskeln weiter. Strecken, zugreifen und pflücken. Es gibt aber auch einen Teil des Nervensystems, das wir nicht bewusst steuern können. Nehmen wir zum Beispiel einen Menschen aus der Urzeit. Er lebt in der Savanne und hört plötzlich ein Rascheln im Gebüsch. Aus Erfahrung weiß er, dass es ein Raubtier sein könnte. Dann hört er ein Brüllen. Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller. Dadurch bekommen die Muskeln mehr Blut, sodass der Mensch für Flucht oder Kampf gerüstet ist. Die Sehkraft wird stärker. Ein anderer Teil des Nervensystems wird dann aktiviert, wenn keine Gefahr droht und es gemütlich wird, zum Beispiel nach dem Essen. Wer kennt nicht die angenehme Müdigkeit nach einer guten Mahlzeit. In den südlicheren Ländern wird es richtig gemacht. Die Siesta, eine Ruhezeit nach dem Mittagessen, ist eigentlich genau die richtige Art, auf die Bedürfnisse des Körpers zu reagieren. Nach dem Essen wird der Verdauungstrakt aktiviert, Magen und Darm werden sehr gut durchblutet, die Muskeln sind in einer Ruhephase. Auch die Augen entspannen sich.Wir leben heute in einer Zeit, in der hauptsächlich das aktivierende Nervensystem angespannt ist. Nur selten kommen wir zur Ruhe. Viele Menschen erleben diesen Zustand als permanenten Stress. Immer in der Flucht- oder Kampfphase. Das kann auf Dauer nicht gesund sein. Leider ist unsere Arbeitswelt so gestaltet, dass man immer unter Druck ist. Schneller, besser und effizienter muss man arbeiten, ob auf der Baustelle oder im Spital. Überall wird Personal eingespart, weniger Menschen müssen in der gleichen Zeit immer mehr leisten. Dazu kommt die Angst vor dem Jobverlust. Auch Angst und Sorgen bereiten Stress. Zusätzlich zu allen anderen Anforderungen. Die Werbung vermittelt uns, dass wir schön angezogen, jederzeit bereit, fleißig, immer fröhlich und gutaussehend alles unter einen Hut bringen müssen: Kinder, Job, Haushalt, Pflege der Eltern oder Großeltern, Sport, Weiterbildung, Kultur, Freizeit, Freundeskreis und vieles mehr. Immer mehr Menschen halten diesen Druck nicht mehr aus. Sie werden krank, körperlich und/oder psychisch. Burnout ist ein Modewort, trifft aber ziemlich genau das Problem. Das Gefühl „ich kann nicht mehr, ich bin wie ausgebrannt, in mir gibt es keine Energie mehr“. Wie können wir in dieser rasanten Zeit dem Dauerstress entkommen, ohne unsere Aufgaben zu vernachlässigen?Klar zwischen Arbeit und Privatleben trennen. Man muss nicht jedes Mail sofort beantworten. Pausen während der Arbeit sind wichtig und keine verschwendete Zeit. Man muss auch nein sagen lernen. Das gilt für den Beruf aber auch sehr für das Privatleben. Hören Sie auf Ihre Bedürfnisse und nicht nur auf die ihrer Mitmenschen. Nur wenn man selbst zufrieden ist, kann man auch für andere da sein. Bewegung ist auch eine gute Möglichkeit, dem Stress etwas entgegenzusetzen. Es muss nicht ein Dauerlauf sein, ein schöner Spaziergang ist genau so gut. Am wichtigsten ist es, sich jeden Tag kleine Freuden zu bereiten. Einmal die Lieblingsspeise kochen, dann einen schönen Abend vor dem Fernseher verbringen, vielleicht Freunde einladen, eine gute Musik hören, in der Sonne durch den Park gehen, einen guten Kaffee trinken, in Ruhe eine Zeitung lesen, mit Freude Blumen gießen und sich am Wachstum erfreuen, in Ruhe mit den Kindern plaudern, eine schöne Geschichte erzählen, vor allem bewusst die schönen Dinge wahrnehmen und genießen.

Köşe Yazarları | Autoren
Köşe Yazarları | Autoren