Sayı | Ausgabe: 255, 17.01.2023 | Gelecek sayı | Nächste Ausgabe: 15.02.2023

10.08.2022

Energie sparen für den Krieg?

In den eher reichen Industrieländern wurde bisher gewirtschaftet, als ob Rohstoffe wie Holz, Erdöl, Kohle und Gas unendlich zur Verfügung stünden. Genauso wird mit dem Wasser umgegangen, mit den Weltmeeren, die leergefischt werden, mit dem fruchtbaren Boden, der immer weniger wird, weil er ausgelaugt oder zubetoniert wird. Der aktuelle Krieg zeigt uns jetzt schmerzlich die Grenzen des Wachstums auf. Es wird weniger russisches Gas geliefert, dadurch wird es teurer. Dadurch werden auch viele Waren teurer. Und die sogenannten Kriegsprofiteure werden immer reicher, weil sie die Kriegssituation nützen, um Geld zu verdienen. Dass die Preise von Energie und Lebensmittel so stark steigen, ist nicht nur auf den Krieg zurückzuführen. In der Ukraine werden sehr viele Sonnenblumen angebaut. Durch den Krieg wird das teurer. Das ist verständlich, da weniger geerntet werden kann oder auch die Lieferketten nicht mehr funktionieren. Nach dem Ukrainekrieg stieg der Welthandelspreis für Sonnenblumenöl um 62 Prozent. Die Menschen mussten aber im Supermarkt bis zu 260 Prozent mehr zahlen. Daran sieht man, dass die Supermarktkonzerne da gleich mitverdienen. Damit sind sie klassische Kriegsprofiteure auf Kosten der Menschen, die sich nicht dagegen wehren können.In den eher reichen Industrieländern wurde bisher gewirtschaftet, als ob Rohstoffe wie Holz, Erdöl, Kohle und Gas unendlich zur Verfügung stünden. Genauso wird mit dem Wasser umgegangen, mit den Weltmeeren, die leergefischt werden, mit dem fruchtbaren Boden, der immer weniger wird, weil er ausgelaugt oder zubetoniert wird. Der aktuelle Krieg zeigt uns jetzt schmerzlich die Grenzen des Wachstums auf. Es wird weniger russisches Gas geliefert, dadurch wird es teurer. Dadurch werden auch viele Waren teurer. Und die sogenannten Kriegsprofiteure werden immer reicher, weil sie die Kriegssituation nützen, um Geld zu verdienen. Dass die Preise von Energie und Lebensmittel so stark steigen, ist nicht nur auf den Krieg zurückzuführen. In der Ukraine werden sehr viele Sonnenblumen angebaut. Durch den Krieg wird das teurer. Das ist verständlich, da weniger geerntet werden kann oder auch die Lieferketten nicht mehr funktionieren. Nach dem Ukrainekrieg stieg der Welthandelspreis für Sonnenblumenöl um 62 Prozent. Die Menschen mussten aber im Supermarkt bis zu 260 Prozent mehr zahlen. Daran sieht man, dass die Supermarktkonzerne da gleich mitverdienen. Damit sind sie klassische Kriegsprofiteure auf Kosten der Menschen, die sich nicht dagegen wehren können.
Ähnlich ist es bei den Spritpreisen. Die Mineralölkonzerne geben die höheren Spritpreise direkt an die AutofahrerInnen weiter, wenn der Preis sinkt, wird das kaum an die Verbraucher weitergegeben. Die Mineralölkonzerne machen Milliardengewinne im Schatten des Krieges. Ich halte daher die Idee einer „Übergewinnsteuer“ für gerecht und sinnvoll. Damit sollen die unmoralischen Zusatzprofite ordentlich besteuert und die staatlichen Entlastungspakete für die betroffenen Menschen finanziert werden.
Eine solche Steuer würde auch bewirken, dass Konzerne nicht so einfach von Kriegen profitieren können. Krieg bringt Zerstörung, unendliches Leid und Tod, daran darf niemand verdienen. 
Die Rüstungsindustrie hat eine riesige Lobby, das heißt einflussreiche Menschen, die gegen Bezahlung bei Politikern Stimmung für mehr Waffenproduktion machen. Auf allen Ebenen der Gesellschaft wird Stimmung gemacht für Kriege. Auch in der aktuellen Situation können wir diese Aktivitäten sehen. PolitikerInnen, die eng verflochten sind mit Rüstungsindustrien und dem Militärapparat, verlangen lautstark mehr Waffeneinsatz und damit eine Verlängerung und Ausweitung des Kriegsgeschehens. Das hat mit Moral überhaupt nichts mehr zu tun.
Die Vernichtung von Ressourcen geht ungehindert weiter. Ganze Landstriche werden zerstört, Städte dem Erdboden gleichgemacht. Der Wiederaufbau wird viele Rohstoffe erfordern, von denen es immer weniger gibt. Krieg ist nicht nur für die Menschen das schrecklichste Szenario sondern auch für unsere Umwelt, das Klima, die Wälder, das Wasser und die Tiere und Pflanzen. 
Auf der anderen Seite wird der Bevölkerung vorgeschrieben, Energie zu sparen mit konkreten Vorschlägen zur Körperpflege. Ist das nicht lächerlich und ein Eingeständnis des Totalversagens der Politik?

Köşe Yazarları | Autoren
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